LEGO Stadt in Kaiserstuhl

Die reformierte Kirchgenossenschaft Kaiserstuhl-Fisibach hat zusammen mit dem Bibellesebund ein tolles Lego-Bauwochenende veranstaltet.

KAISERSTUHL (bi) – In der Turnhalle Blöleboden herrschte emsiges Treiben:
30 Mädchen und Knaben zwischen acht und zwölf Jahren hatten sich für dieses Wochenende angemeldet, um gemeinsam eine riesengrosse Lego-Stadt zu bauen. Initiantin Pfarrerin Carina Meier hat für dieses Bauvorhaben Marc Lendenmann vom Bibellesebund (BLB) sowie acht Helfer aus der Pfarrei engagiert, welche den jungen Bauleuten bei kniffligen Problemen zur Seite standen.


Worum geht es?

Die Lego-Stadt ist ein Projekt des Bibellesebundes. Diese in rund 120 Ländern vertretene überkonfessionelle Organisation motiviert auf kreative Weise Jung und Alt zum Bibellesen. Neben Projekten wie der Lego-Stadt bietet die Organisation auch Ferien für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an. Marc Lendenmann kurvt mit seinem Anhänger
voller Kisten mit den bunten Lego-Steinen in der ganzen Deutschschweiz herum und stellt sie am Ort des Geschehens fein säuberlich nach Farben und Teilen auf. Den Kindern stehen sage und schreibe über 190 000 verschiedene Teile zur Verfügung, was rund 300 Kilogramm Lego entspricht. Lendenmann ist der Fachmann mit langjähriger Erfahrung und
schaut, dass alles in geordneten Bahnen verläuft.

 

Lego Stadt – was ist das und wie funktioniert es?

Die Stadt wird über zehn Meter lang und von jungen Baumeistern zusammengebaut – vom einfachen Haus, zwei Wolkenkratzern, einem Fussballstadion, über ein Schloss bis hin zur Kathedrale. Die Kinder konnten entscheiden, was sie sich zutrauen, ob sie lieber ein einfaches Haus, einen Turm, das Feuerwehrlokal bauen oder ob sie sich an die anspruchsvolleren Bauten einer Kathedrale oder des Eiffelturms wagen wollten. Auf jeden Fall waren die jungen Teilnehmer mit Begeisterung dabei. Andrin meinte: «Das ist mega lässig, miteinander etwas zu bauen.» und Emilia doppelte nach: «Da hat es viel mehr Teile, als ich zu Hause habe, ich habe schon vier Häuser gebaut.» Wer schon einmal einen Lego-Bausatz bekommen hat, der weiss, dass er Stein für Stein angeleitet wird. Hier gab es für die Kinder jedoch nur ein oder zwei laminierte Blätter Papier mit Fotos, wie das fertige Haus schliesslich auszusehen hat und – als Starthilfe – wie das Fundament gebaut wird. Diese «Baupläne» hat allesamt Marc Lendenmann kreiert. Und wenn ein Gebäude nicht genau so aussah
wie auf dem vorliegenden Foto, so war das nicht weiter schlimm, Eigenkreationen hatten auch Platz. Ausser, wenn etwas gar nicht stimmen wollte, und Joel seinem Kumpel befahl: «Diese Wand musst du subito nochmals demontieren, sonst passt die Türe nicht.» So wuchs die Stadt, neue Gebäude kamen hinzu, ein Pfeifsignal liess jedoch die «Handwerker
» aufhorchen. Der «Chef» ordnete fein säuberlich eine Kolonne an, um im Foyer ohne Chaos den Imbiss in Empfang zu nehmen, sie hatten ihn redlich verdient.


«Gino», Bibelgeschichte und Finale

Wie vielseitig Marc Lendenmann ist, bewies er als lustiger Bauchredner mit «Gino» seiner Puppe, die ein Fenster zerschlagen hat. Das laute Lachen der  Kinder sprach Bände. Nicht minder fesselnd nahm er die Anwesenden mit der Geschichte «vom verlorenen Sohn» mit in die Welt der Bibel. So, damit sie selber entdecken durften, dass diese Geschichten
auch mit ihrem Leben heute zu tun haben, vom Verzeihenkönnen und dass Gott allen Menschen begegnen möchte. Frisch gestärkt machten sich die jungen Leute wieder an die
Arbeit. Die Kathedrale musste noch fertiggestellt werden, dort fehlte noch ein Balkon, der Garten der Reihenhäuser war ebenfalls noch zu bepflanzen. Marc liess wiederum das Signal ertönen: «Noch 28 Minuten habt ihr Zeit.» Da kam nochmals Hektik in die «Bauleute», fast im Laufschritt wurden noch letzte Details angebracht, um dann befriedigt festzustellen, dass sie ein ganz tolles Werk vollbracht hatten.

Den Abschluss des Bauwochenendes bildete der sonntägliche Gottesdienst im Patio der Turnhalle. Bei einem Apéro bestand die Möglichkeit, das faszinierende, grosse Kunstwerk zu besichtigen.

 

Aus: Die Botschaft, 12. Juli 2021

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